Pfarrkirche und Friedhof

Pfarrkirche St. Anton

Pfarrkirche St. Anton
Pfarrkirche

Unsere Pfarrkirche ist am 30. September 1894 vom Churer Bischof Johannes Fidelis Bataglia geweiht worden. Als Kirchenpatron übernahm man den bisherigen Kapellenpatron: den Heiligen Antonius Eremita. Die Kirche im neugotischen Stil ist ein Werk des Architekten Wilhelm Hanauer (1854-1930). Heute noch staunen wir über die äusserst sorgfältig ausgeführten Pläne dieses Meisters. Die Fertigstellung der Innenausstattung wie der Altäre und des Orgelprospektes erfolgten erst 1897.

 

Der heute sehr gute Zustand des bald 120-jährigen Bauwerks ist der sorgfältigen Pflege und zwei umfassenden Renovationen zuzuschreiben. Im Jahre 1972 unterzog man die Kirche einer Aussenrenovation; 1990/91 wurde sie im Innern erneuert. Seit November 1992 spielen unsere Organisten auf der neuen (Metzler)Orgel.

 

Die Ennetbürger Antonius Kirche ist eines der wenigen Bauwerke im neugotischen Stil im Kanton Nidwalden, das noch weitgehend im ursprünglichen Erbauer- und Ausstattungszustand erhalten ist. Deshalb hat der Regierungsrat von Nidwalden am 2. Mai 1889 dieses Gotteshaus unter Denkmalschutz gestellt.

 

 

 

 

Friedhof

Gemeinschaftsgrab

Am 14. Dezember 1881 hat der damalige Abt von Engelberg, Anselm Villiger, den unteren Teil des Friedhofs benediziert. Aus dieser Zeit stammt auch die kleine Totenkapelle. 1952 wurde der Friedhof erstmals vergrössert. Eine zweite Erweiterung fand 1973 mit dem Bau einer Urnenhalle statt. Nach Errichtung der Urnengräber (1987) konnte am 1. November 1995 schliesslich das Gemeinschaftsgrab eingesegnet werden. Im Jahre 2004 wurde das bestehende Gemeinschaftsgrab den heutigen Bedürfnissen angepasst. Mit einer geschmiedeten Stele aus Stahl wurde der vielseitige Wunsch einer Namensbeschriftung ermöglicht. Der Bronzeengel, eine schöne Arbeit von Bruder Xaver vom Kloster Engelberg, bildet weiterhin den Mittelpunkt des Grabes.

 

Ennetbürgen besitzt einen schönen und gepflegten Friedhof mit einheitlichen Grabkreuzen, einer Urnennische, Urnenerdgräbern und dem Gemeinschaftsgrab im Zentrum. Mögen alle unsere Verstorbenen in Frieden ruhen.

 

 

 

Aufbahrungs- und Abdankungshalle

Aufbahrungs- und Abdankungshalle

Am 25. Mai 2014 konnte die neue Aufbahrungs- und Abdankungshalle (Vergissmeinnicht) auf dem Friedhof feierlich eingeweiht werden.

Das neue Gebäude ersetzt die alte Totenkapelle aus dem Jahre 1894, die den heutigen Anforderungen und Platzbedürfnissen nicht mehr entsprach. Mit ihren Rundungen tritt die Aufbahrungs- und Abdankungshalle selbstbewusst in Erscheinung, ohne die umliegenden Sakralbauten zu konkurrenzieren und fügt sich in selbstverständlicher Weise in das Ensemble von Pfarrkirche, Urnengräber und Friedhof ein. Sie setzt sich aus vier Räumen zusammen. Der gedeckte Vorplatz ist in die Gesamtform integriert, kann aber grosszügig geöffnet werden und bildet den Eingang zur Aufbahrungs- und Abdankungshalle. Der zentrale Raum dient als Vorraum zu den Aufbahrungsräumen. Er ist Ort des Innehaltens und der Vorbereitung auf die Begegnung mit dem Verstorbenen. Die beiden Aufbahrungsräume schliesslich bieten einen würdigen Raum des Abschieds und ermöglichen durch ihre Ordnung verschiedene, individuelle Formen des Trauerns. Die Aufbahrungs- und Abdankungshalle strahlt Ruhe, Würde und Geborgenheit aus und bietet den Angehörigen und Freunden die Gelegenheit in würdigem Rahmen Abschied zu nehmen und uns an die Begegnungen mit den Verstorbenen zu erinnern. In diesen Momenten wird der Name „Vergissmeinnicht“ besonders zum Tragen kommen.