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Pfarreireisen in die Normandie - Reiseprogramm

Dienstag, 03.10.2017 von Pfarrei Ennetbürgen

Die beliebten Reisen sind zu einem festen Bestandteil unserer Pfarreiaktivitäten geworden. Gerne machen wir Euch auf die kommende Reise aufmerksam, die uns im nächsten Jahr (Donnerstag, 31. Mai bis Sonntag, 10. Juni 2018) in die Normandie führen wird.

 

Während zehneinhalb Tagen werden wir eine Vielzahl sehenswerter Städte und charmanter Ortschaften, die zu den schönsten Dörfern Frankreichs gehören, erkunden. Der Mont-Saint Michel, die Kathedrale von Rouen, der Wandteppich von Bayeux und das Dorf Giverny (ehemaliger Wohnort von Claude Monet) gehören wohl zu den berühmtesten Sehenswürdigkeiten der Normandie. Doch darüber hinaus hat dieser französische Landstrich noch viele Geheimtipps zu bieten, die es auf unserer nächsten Pfarreireise zu entdecken lohnt. Auch der Besuch einer Calvados Destillerie darf natürlich nicht fehlen.

 

Vorgesehen sind unter anderem der Besuch der Städte Caen und Rouen sowie der einstigen Fischerdörfer Trouville und Deauville. Auch die Kreideklippen der Alabasterküste bei Étretat werden wir aufsuchen sowie das Kloster der Karmeliterinnen, wo auch die Heilige Theresia von Lisieux lebte. Darüber hinaus werden wir einen Halt an der Landungsküste bei Bayeux einlegen, der uns an die damalige Invasion der Alliierten während des Zweiten Weltkriegs erinnert.

 

Wir reisen mit einem modernen Gössi-Reisecar in die Normandie und werden über Paris nach Hause zurückkehren. Mehrheitlich werden wir im gleichen Hotel übernachten. Die voraussichtlichen Reisekosten belaufen sich auf CHF 2‘100.00 (plus CHF 500.00 Zuschlag für Einzelzimmer).

 

Wir hoffen, Euer Interesse für unsere nächste Pfarreireise in die Normandie geweckt zu haben und freuen uns, diesen faszinierenden Landstrich Frankreichs mit Euch zusammen erleben zu dürfen.

 

Bitte entnehmen Sie das ausführliche Programm der Reise im Reiseprogramm mit Anmeldeformular.

Reiseprogramme sind auch auf dem Sekretariat erhältlich.

 

Für Fragen steht Euch Reisebegleiter, Diakon Elmar Rotzer, Gemeindeleiter,

Tel. 041 620 14 70 oder rotzer.elmar@bluewin.ch gerne zur Verfügung.

 

 

Frauen in unserer Kirche - Danksagung am Bettag

Sonntag, 17.09.2017 von Pfarrei Ennetbürgen

Den diesjährigen Bettagsgottesdienst am dritten Septembersonntag feierte unsere Pfarrei als Danksagung gegenüber all den vielen Frauen, die das Pfarreileben mit ihren Begabungen und Charismen so vielseitig mittragen. 75% aller haupt-, neben- und ehrenamtlichen Mitglieder unserer Pfarrgemeinde sind Frauen. Mit ihrem großen Engagement in den Bereichen Liturgie, Glaubensunterweisung (Katechese), Diakonie (kirchlicher Sozialdienst) und Gemeindeaufbau tragen sie viel zu einer lebendigen Ortskirche bei. Als symbolisches Dankeschön erhielt deshalb jede anwesende Frau nach dem Gottesdienst ein bleibendes Erinnerungsgeschenk.

 

„Würden die Frauen eine Woche streiken, die Kirche würde zusammenbrechen.“ Diese Worte stammen von Theologin, Autorin und Journalistin Jacqueline Straub, die an diesem Feiertag das Predigtwort an die zahlreich versammelte Gottesdienstfamilie richtete und die Frauen ermutigte, in der von patriarchalen Strukturen durchwirkten Kirche aufzutreten und in Zusammenarbeit mit den Männern für positive Veränderungen zu sorgen. Nicht das Geschlecht zählt, sondern allein der Glaube, der aus dem Herzen kommt. „In dir muss brennen, was du in anderen entzünden willst.“ Egal, ob Mann oder Frau, als Getaufte und Gefirmte sind wir alle aufgerufen, lebendige Kirche zu sein.

 

Das Chifonet-Chörli aus Dallenwil, ein reiner Frauenchor, gestaltete den Gottesdienst mit und erfreute mit seinen Liedern Jung und Alt. Auch nach dem Gottesdienst sang es zur Freude der vielen Anwesenden, die noch eine ganze Weile im gemütlichen Rahmen bei Älplermagronen mit Apfelmus, Kaffee und Kuchen im Gemeindesaal zusammenblieben. Ein in allen Belangen gelungener Bettag zur Ehre und Wertschätzung der Frauen in unserer Kirche!

 

Ein ganz herzliches Dankeschön gebührt all den helfenden Händen im Hinter- und Vordergrund, welche diesen einmaligen Anlass organisiert haben.

 

Kirchenrat und Gemeindeleitung

 

Fotos siehe Fotogalerie

Besuch der 2. ORS-Klassen im Haus der Religionen in Bern

Samstag, 01.07.2017 von Pfarrei Ennetbürgen

Am Freitag nach Fronleichnam besuchten Schülerinnen und Schüler der 2. ORS mit ihren Begleitpersonen im Rahmen eines Religionsprojekttages in Bern das Haus der Religionen.

Unter den Viadukten der Stadt-Autobahn gelegen, steht das Haus der Religionen seit 2015 am Europaplatz in einem nicht wirklich wohnlichen Berner Stadtteil. In seinen einführenden Begrüssungsworten erfuhren wir durch den Geschäftsführer des Hauses, David Leutwyler, welche Gründe zur Entstehung dieses multireligiösen Gebäudes geführt haben und welchen Zweck es heute erfüllt. Die korrekte Bezeichnung dieses Ortes lautet: «Haus der Religionen –Dialog der Kulturen». Viele Menschen aus verschiedenen Kulturen nutzen in diesem Haus die Räumlichkeiten, um ihrer eigenen religiösen Tradition nachzugehen. Neben diesen Religionsräumen, die den Hindus, Muslimen, Christen, Aleviten und Buddhisten zur Verfügung stehen, befinden sich im Dialogbereich des Hauses Bildungsangebote, Familien- und Jugendarbeit, Ausstellungen, Vorträge, Diskussionsrunden und andere kulturelle Veranstaltungen, bei denen sich auch Juden, Bahà’i und Sikhs beteiligen. Aus der Küche des im Eingangsbereich angesiedelten Restaurants Vanakam strömte uns ein Duft aus exotischen Gewürzen entgegen, der nicht bei allen Teilnehmenden ein Knurren im Magen erzeugte.

Mit der einleitenden Frage, wer von uns sich denn an diesem Tag für lange Hosen entschieden habe, erklärte uns Herr Leutwyler, wieso es für uns Menschen wichtig sei, eigene Entscheidungen zu treffen. Sich für eine Religion und der dazugehörenden Ausübung zu entscheiden und bestimmte Abschnitte des Lebens mit traditionellen Ritualen feiern zu können, ist für die Mitglieder aller beteiligten Religionsgemeinschaften wichtig. Ausserdem ist es für ein friedliches Nebeneinander unerlässlich, den Dialog über die Grenzen von Religionen, Sprachen und Kulturen hinweg zu wahren und zu pflegen, auch dann, wenn man nicht religiös verortet ist. Beeindruckt waren wir vom Kirchenraum, der von fünf verschiedenen christlichen Religionsgemeinschaften gemeinsam genutzt wird und von den Tönen, der dort auf spezielle Art eingebauten Orgel.

Im Hindutempel erklärte uns der Priester in einer erfrischenden Art, wieso die Schuhe ausgezogen werden müssen, Fleisch im Tempel verboten ist, Punkte und Striche auf die Stirn gemalt werden, welche Bedeutung die verschiedenen Götter und Göttinnen haben und in welcher Beziehung sie zueinander stehen. Fasziniert folgten wir seinen Ausführungen und staunten über die Farbenpracht und Besonderheiten dieses Tempels.

Am Nachmittag hiess es dann: Kleider machen Leute. Die Bildungsverantwortliche Zainab Ahmadi, eine Muslima, brachte uns zuerst ihre muslimische Kultur näher. Danach zeigte sie uns auf, anhand welcher Kleidungsstücke oder Gebetsketten die verschiedenen Religionen zu erkennen sind. Ein Schüler schlüpfte sogleich in die Haut eines Sikh und liess sich einen Turban bin-den. Die Schülerinnen verwandelten sich mit Kopftüchern und Saris in Muslimas oder Hindi Frauen. Für viele von uns waren das kleine Einblicke in die bisher unbekannten Welten anderer Religionen.

Katechetin Irène Hürzeler